Social Media und Körperideale

Wie soziale Medien uns beeinflussen

Die Zahl der Nutzer von sozialen Medien ist in den letzten Jahren rasant angestiegen. Darunter finden sich immer mehr jüngere Kinder. Die Folgen, die die Nutzung von diesen Apps mit sich bringen, sind äußerst bedenklich.

Zuerst einmal ein paar Fakten:

  • 91% aller Frauen/Mädchen sind unzufrieden mit ihrem Körper
  • 40% aller 10-14 jährigen machen eine Diät
  • 90% der Leute, die von einer Essstörung betroffen sind, sind weiblich
  • 45% aller Frauen/Mädchen denken sie seien übergewichtig, obwohl sie es nicht sind
  • starker Anstieg der an Magersucht Erkrankten seit 2011
  • Studie bewies, dass ein Zusammenhang zwischen Social Media und Essstörungen besteht

Diese Fakten allein sollten uns klar machen, dass die sozialen Medien Gift für unsere Psyche sind und vor allem junge Nutzerinnen stark gefährdet.

Aber warum ist das eigentlich so?

Junge identitätssuchende Menschen suchen sich Vorbilder im Internet, um eine Art Anleitung für das perfekte Leben und den perfekten Körper zu bekommen. Dadurch erlangen sie soziale Akzeptanz und gelten nicht als „Außenseiter“. Was aber vielen jungen Menschen nicht bewusst ist, ist, dass oftmals Bilder der Influencer, welche sie im Netz mit der ganzen Welt teilen, so bearbeitet sind, dass sie dem Schönheitsideal entsprechen. Diese „perfekt“ inszenierten Körper bilden Nachahmungspotential, so wollen dann zum Beispiel Jugendliche sich genauso, oftmals sehr freizügig, im Internet präsentieren, um genau dieselbe Art von Anerkennung und Komplimenten zu ernten.

Durch die Privatsphäre, welche die Influencer mit ihren Followern teilen, vertraut man ihnen und sie wirken schon oftmals, wie ein guter Kumpel oder sogar große Geschwister. Jugendliche ändern ihr Essverhalten, um eventuell genauso schlank und sportlich auszusehen, wie ihre Vorbilder. Dieses Streben nach den vorgelebten Idealen kann oft mit sehr viel psychischen Stress und Druck verbunden sein, wodurch sie sich selbst unglaublich hart behandeln und kaum mehr Nahrung zu sich nehmen. Und so leicht kann dies in eine Essstörung münden, bei welcher die Zahl an Erkrankten Jugendlichen in den letzten Jahren stark zugenommen hat.

Wie sieht überhaupt das Schönheitsideal aus und wer legt dieses fest?

Wenn man einmal im Internet nach „perfekter Körper“ sucht, findet man hauptsächlich
Abbildungen von durchtrainierten und dünnen Menschen sowie weiße Zähne, glänzendes Haar und 90-60-90-Körpermaße. Auch diverse Diäten werden einem vorgeschlagen.

Bild von Barbiepuppen, die alle dem typischen Schönheitsideal entsprechen.

Dazu kommt das Denken, dass das Aussehen eines Menschen gleichzeitig auch deren Beliebtheit bestimmt. Und genau dort liegt das Problem: diese Mentalität hat sich in unserer oberflächlichen Gesellschaft etabliert. Werte wie Freundlichkeit und Intelligenz helfen einem nicht mehr weiter, um an einem Ort, wie bspw. der Schule beliebt zu werden.

Wenn man sich aber jedoch nur über sein Aussehen definiert, legt man genau darauf seinen Fokus und die eigentlichen Aspekte der eigenen Persönlichkeit verblassen oder geraten zumindest in den Hintergrund. Die Leute freuen sich mehr über Komplimente über ihr Aussehen, anstatt über ihren Charakter.

Eine der schlimmsten Folgen dieses Strebens nach Perfektion ist die Oberflächlichkeit. Die neue Variante des Datens ist Online-Dating. Menschen bewerten andere nach ihrem Aussehen und legen dadurch fest, ob sie diese Person kennenlernen wollen. Man hat also nicht mal eine Chance seinen Charakter zu beweisen, wenn man nicht dem Schönheitsideal entspricht. Dadurch geht der eigentliche Sinn von Dating verloren, da einem doch eigentlich der Charakter einer Person gefallen sollte.

Fazit:

Die Verlockung ist groß dem Schönheitsideal entsprechen zu wollen, um beliebt zu sein. Gerade bei uns jungen Leuten kann das sehr schnell passieren. Jedoch muss uns klar sein, dass Leute einen dann nur wegen des äußeren Erscheinungsbildes mögen. Und ist es nicht viel lohnenswerter Freunde zu haben, die einen für unsere Art und unser Wesen mögen? Man braucht nämlich gar nicht viele Freunde um einen herum, die richtigen reichen völlig aus.

  • von Alicia

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