Lockdown Nummer 2 – bringt er, was man sich erhofft?

Schule und Weihnachten mit Corona – ein Kommentar

Anfang November beschlossen Bund und Länder aufgrund von zu hohen Infektionszahlen und Überlastung des Gesundheitssystems einen “Lockdown Light“. Das Ziel war die Verringerung der täglichen Neuinfektionen und 7-Tage Inzidenz. Deshalb wurden Kontakte im Öffentlichen und Privaten reduziert, Gastronomie, Freizeit- sowie Kultureinrichtungen geschlossen und die Maskenpflicht, auch in den Schulen, ausgeweitet.

Ende November dann die Erkenntnis: “Lockdown Light“ muss verlängert werden. Doch trotzdem sanken die Zahlen nicht – im Gegenteil, neue Hotspots entwickelten sich und die Zahlen erreichten neue Höchstwerte. Warum? Weil die Mehrheit der Menschen immer noch nicht den Ernst der Lage begriffen hat und sich im Vergleich zum Ausland in Sicherheit wiegt.

Schaut man sich zum Beispiel in den Supermärkten um, so stellt man fest: Menschen (oft der Risikogruppe angehörend) mit besonders schützenden FFP2-Masken als Mund-Kinn-Schutz statt als Mund-Nasen-Schutz im Gesicht, beschweren sich über das „asoziale“ Verhalten der restlichen Gesellschaft beim Thema Corona und die angebliche Missachtung der AHA–Regeln.

Aber auch in der Schule sehe ich nicht regelkonformes Verhalten. Stichwort: Gruppenbildung in der Pause. In der Theorie auch mit Maske und 1,5 m Abstand möglich – in der Praxis hingegen kaum Abstand, aber Gott sei Dank nur selten mit nicht richtig sitzender Maske.

Lehrer, die scherzhaft auch schlicht Wachdienst genannt werden, sollen während ihrer Pausenaufsicht uns Schüler kontrollieren und bei Nichteinhaltung der Regeln uns auch ermahnen/erinnern. Viele zeigen sich dabei einsichtig, schließlich wollen ja alle nur so schnell wie möglich das Ende der Pandemie und ihrer Einschränkungen.

Doch wie überall gibt es auch hier schwarze Schafe unter den Schüler, die sich weigern die Regeln zu befolgen. Über die Gründe für diese Ignoranz kann man nur spekulieren. Ob es der Pubertät oder einfach dem fehlenden Verständnis geschuldet ist.

Ich weiß es nicht, ich verstehe sie nicht und wenn ich ehrlich bin, will ich sie auch gar nicht verstehen.

Solange sie nicht zu Querdenkern werden, von Schule zu Schule ziehen und diverse Verschwörungstheorien verbreiten, sondern jeden Tag nur eine erneute Erinnerung über die geltenden Maßnahmen benötigen, kann ich damit leben und muss mich nicht darüber aufregen – die Lehrer tun das.

Und nun sind wir im 2ten harten Lockdown angekommen. Hatten drei Tage weniger Schule und bleiben über die Festtage zu Hause. Aber mal ehrlich, nach Weihnachten ist mir nicht wirklich zumute.

Trotz der vielen Weihnachtsfilme im Fernsehen wie „der kleine Lord“ oder „Kevin allein zu Hause“  und auch trotz der Weihnachtslieder im Radio, wie All I want for Christ … ach hören wir auf, es ist eh jedes Jahr wieder dasselbe.

Versteht mich aber bitte nicht falsch. Ich mag Weihnachten. Welches Kind mag denn bitte nicht Weihnachten? Aber dieses Jahr ist anders und es kommt bei mir keine richtige Weihnachtstimmung auf.

Bleibt zu hoffen, dass das nächste Jahr besser wird als das jetzige und das  Privatleben nicht erneut eingeschränkt werden muss. Anfangen wird es eh mit dem derzeitigen Lockdown und dazu wird hoffentlich so schnell wie nur möglich mit den Impfungen begonnen.

  • von Christian

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