Update vom 25.06.2026, 16:45 Uhr: Der folgende Artikel spiegelt die Meinung einzelner Personen wieder und steht in keinem Fall für die der gesamten Mannschaft. Außerdem war zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt, dass sich irgendjemand persönlich angegriffen fühlt.
In den vergangenen Jahren wurde aus den Handballvereinen Heringen und Schenklengsfeld eine Spielgemeinschaft gebildet. Die Zusammenarbeit sollte die Zukunft des Handballs in der Region sichern und den Spielern bessere Möglichkeiten bieten. Doch inzwischen gibt es auch kritische Stimmen, insbesondere aus Heringen.
Viele Spieler berichten, dass sich der Fokus der Spielgemeinschaft zunehmend auf Leistung und sportlichen Erfolg verlagert habe. Während früher der Spaß am Handball und das Gemeinschaftsgefühl eine wichtige Rolle spielten, stehe heute vor allem die Leistung im Vordergrund. Einige Spieler fühlen sich dadurch unter Druck gesetzt oder sehen ihre Chancen auf Einsatzzeiten schwinden.
Besonders kritisch wird gesehen, dass Spieler aus anderen Regionen – beispielsweise leistungsstarke Handballer aus anderen Vereinen – in die Mannschaft integriert werden. Einige Heringer Spieler haben den Eindruck, dadurch verdrängt zu werden und weniger Möglichkeiten zu erhalten, sich sportlich weiterzuentwickeln.
Auch organisatorisch hat sich vieles verändert. Trainings finden inzwischen nicht mehr in Heringen statt, sondern an anderen Standorten der Spielgemeinschaft. Ebenso werden keine Heimspiele mehr in Heringen ausgetragen. Für viele Handballfans und Familien bedeutet dies längere Wege und weniger Möglichkeiten, die Mannschaft vor Ort zu unterstützen.
Für zahlreiche ehemalige Unterstützer des Heringer Handballs geht dadurch ein Stück Vereinsleben verloren. Die Sporthalle war über viele Jahre ein Treffpunkt für Spieler, Eltern und Zuschauer. Heute vermissen viele diese Atmosphäre und die Identifikation mit einer eigenen Mannschaft im Ort.

Natürlich bietet eine Spielgemeinschaft auch Vorteile. Größere Kader, bessere Trainingsbedingungen und höhere sportliche Ziele können die Entwicklung eines Vereins fördern. Dennoch stellt sich für viele die Frage, ob bei allen positiven Aspekten der ursprüngliche Gedanke des Vereinssports – Gemeinschaft, Zusammenhalt und Freude am Spiel – ausreichend berücksichtigt wird.
Die Diskussion zeigt, dass sportlicher Erfolg und Vereinskultur gleichermaßen wichtig sind. Viele Heringer Handballfreunde wünschen sich deshalb, dass neben den sportlichen Zielen auch wieder mehr Raum für den Breitensport, den Nachwuchs und den Spaß am Handball geschaffen wird.


Euer Bericht ist super, ich kann ihn so nur unterschreiben
Sehr gut geschrieben
Viele Aussagen in diesem Bericht entsprechen leider nicht den Tatsachen. Ich als erster Vorsitzender der Spielgemeinschaft HSG Werra/Landeck muss mich schon wundern, dass bevor man hier „Fakten“ darstellt, nicht mal eine Quelle aus dem Vorstand zu den angesprochenen Vorwürfen befragt wird. Aber dann nehme ich mal auf diesem Weg Stellung zu einigen Themen: Die HSG hat für die kommende Saison 17 Mannschaften gemeldet, von denen nur eine einzige in der Regionalliga spielt. Alle anderen Mannschaften spielen im Bezirk. Wir sind also wesentlich mehr im Breiten- als im Leistungssport verankert. In den Jahrgängen, wo wir leistungsorientiert spielen, wurde immer versucht, auch eine zweite Mannschaft für den Breitensport anzubieten. Das lässt sich leider nicht immer umsetzen, z. B. wenn es zu wenige Spielerinnen insgesamt gibt. Es ist schlichtweg falsch, dass die Halle in Heringen nicht mehr genutzt wird. Wir nutzen im Gegenteil alle uns zur Verfügung stehenden Trainingszeiten und auch Spiele finden fast jedes Wochenende in Heringen statt. Lediglich unsere Regionalligamannschaft der weiblichen B-Jugend muss in Schenklengsfeld trainieren und spielen, weil wir nur für diese Halle eine Haftmittelgenehmigung haben. Auch über Zuschauerzahlen und die Freude am Handballsport in den 17 Mannschaften – auch in der Heringer Sporthalle – kann ich mich nicht beklagen. Eine weitere Tatsache, die in diesem Bericht unterschlagen wird, ist, dass zum Zeitpunkt der Erweiterung der Spielgemeinschaft fünf Mannschaften ohne die gegenseitige Unterstützung nicht mehr spielfähig gewesen wären. Ein weiterer Beleg dafür, dass wir eher alles versuchen, den Handball im Breitensport überhaupt möglich zu machen. Die HSG Werra/Landeck wird immer sowohl den Breiten- als auch den Leistungssport im Fokus haben. Auch den Vorwurf, dass dem Nachwuchs kein Raum geschaffen wird, kann ich bei 15 gemeldeten Jugendmannschaften – so viel wie niemals zuvor – nicht nachvollziehen. Ich bin immer für einen offenen Meinungsaustausch und finde es daher gut, dass dieser Bericht nicht anonym veröffentlicht wurde. Aber viele Dinge, die hier dargestellt werden, sind einfach falsch. Ich hätte mich über ein persönliches Gespräch oder Interview vor dem Bericht gefreut, in dem ich sicher einige Punkte hätte klarstellen können.
In dem Bericht geht es um bestimmte Altersklassen und nicht um die gesamte Jugendabteilung. Die Aussage über alle gemeldeten Jugendmannschaften tut also nichts zur Sache . Auch die Aussage über die Hallennutzung aufgrund der Haftmittelgenehmigung ist nicht zweckmäßig, da der Bericht von der nahen Vergangenheit handelt und nicht von der kommenden Saison. Diese Äußerungen sollte sich der Verein annehmen und nicht schlichtweg mit unnützen Begründungen abtun.
Die Verfasserin sollte evtl auch erwähnen, dass sie in den letzten zwei Jahren nur unregelmäßig am Spielbetrieb teilgenommen hat. In der vorletzten Saison gab es in ihrer Altersgruppe eine zweite Mannschaft. Hier hätte sie ganz ohne Leistungsdruck Spiele absolvieren können. In der letzten Saison spielte ihre Altersgruppe nicht in der Regionalliga. Teilweise ist man mit sehr wenig Spielerinnen zu den Spielen gefahren und hätte ihre Unterstützung gut gebrauchen können. Auch sollte man die Tatsache erwähnen, dass die Trainingsbeteiligung aktuell bei teilweise 8-10 Spielerinnen liegt. So kann man weder als Heringer Verein alleine eine Mannschaft stellen, noch als Spielgemeinschaft ruhigen Gewissens zwei Mannschaften melden. Darüber hinaus ist es immer gut, im Team das Gespräch zu suchen und Probleme dort anzusprechen, wo sie gelöst werden können. Das Trainer-Team ist sehr engagiert, versucht eigentlich immer, möglichst jeder Spielerin gerecht zu werden und ist stets zu Gesprächen bereit.
Hallo,
ich finde es fazinierend das dieser Artikel die Gemüter so hoch kocht. Man müsste eigentlich shreiben „getroffene Hunde bellen“.
In diesem Artikel spricht eindeutig die Enttäuschung, das der Spaß nicht mehr unbedingt im Vordergrund steht. Die Mädels haben ihr Hobby verloren welches als Handball AG an der WTS begann.
Sie haben einfach nicht in das Leistungsystem gewollt, was keinem zum Vorwurf gemacht werden sollte.
Es sollte vielleicht einfach mal auf das Große Ganze geschaut werden.
Es geht nicht nur unbedingt um die Jugendabteilung , auch bei den Damen und Herren ist die Stimmung gedämpft.
Dieser Artikel sollte vielleicht als Weckruf dienen, alle zu sehen und nicht nur die Leistungsträger.
Großes Lob an diesen tollen Artikel!
Ich finde es dennoch schade, dass man als selbstständiger Erwachsener ein Kind so fertig macht, nur weil einmal jemand eine andere Meinung äußert. Hier wird über eigene Erfahrungen der letzten Jahre geschrieben und trotzdem fühlen sich manche Leute persönlich angegriffen. Der entscheidende Punkt ist eher, dass dies nicht nur eine Meinung ist , sondern auch die Meinung anderer – Warum ist genau diese zwiespältige Meinung nicht der Punkt, den wir wirklich mal überdenken oder auch aufarbeiten?
Es gibt überhaupt keinen Grund die Verfasserin derart persönlich anzugreifen.
Die Frage sollte sein warum sie sich für wenig Teilnahme am Trainig entschieden hat????
Und wie schon oben einmal gelesen nur getroffene Hunde bellen.
Es wurde einfach eine Meinug geäußert, es ist scheint heutzutage schwierig zu sein andere Meinungen zuzulassen und zu akzeptieren.
Das hat was mit Respekt zu tun, jeder darf seine Meinung äußern ob alle der gleichen sind, ist dann etwas anderes.
Aber kein Grund persönlich zu werden.
Guter Journalismus zeichnet sich aus durch Objektivität, Faktentreue und eine umfassende Recherche. Diese ist hier nicht erfolgt. Wie im Update dargestellt, handelt es sich um die Meinung einzelner Personen. Entsprechend muss man davon ausgehen, dass es ebenso Personen gibt, die eine andere Meinung vertreten und auch diese, wie gefordert, akzeptieren. Niemand fühlt sich persönlich angegriffen oder hat die Verfasserin persönlich angegriffen oder „fertig gemacht“. Es wurden lediglich Fakten dargestellt. Diese wären:
– In der C-Jugend gab es neben der 1. Mannschaft in der Regionalliga eine zweite Mannschaft in der Bezirksliga.
– Die B-Jugend spielte letzte Saison nicht in der Regionalliga, sondern Bezirksoberliga. Oft hatte man mit zu wenig Spielerinnen zu kämpfen.
Es gab also in der Vergangenheit stets die Möglichkeit, ohne Leistungsdruck in der 2. Mannschaft zu spielen oder in der B-Jugend Einsatzzeiten zu bekommen, da man über jede Spielerin froh war.
Auch für die kommende Saison hatten die Verantwortlichen angekündigt, zwei Mannschaften stellen zu wollen – eine für leistungsorientierte Spielerinnen und eine für Spielerinnen, für die der Spaß im Vordergrund steht. Man kann also nicht sagen, dass man nur die Leistungsträger im Blick habe. Auch wird stets zusammen trainiert, sodass jede Spielerin die Möglichkeit zur Weiterentwicklung hat.
Im Artikel wurde der Wunsch geäußert, dass man dem Nachwuch und dem Breitensport mehr Raum geben solle. Hier wurde durch Herrn Jaschinski dargestellt, dass das aktuell bereits der Fall ist.
Wenn einigen Spielerinnen die Freude am Handball verloren gegangen ist, hat dies möglicherweise andere Gründe. Diese sollte man innerhalb der Mannschaft und mit dem Trainer-Team gemeinsam in persönlichen Gesprächen eruieren, statt durch diesen Artikel auf Besserung zu hoffen.
Guter Journalismus kann ebensogut aus klar ersichtlichen, persönlichen Meinungsäußerungen bestehen, beispielsweise in einem Kommentar. Dies ist hier sehr wohl erfolgt und in diesem Sinne ist der Artikel auch gedacht.